turbobrain

kulturkritik des abendlandes

Archiv: Februar 2008

So, jetzt hat sich das Bun­des­ver­fas­sung­ge­richt zur Online-Durchsuchung geäu­ßert. Ich zitiere mal die Grob­fas­sung (die aus­führ­li­che ist doch recht lang und kann hier nach­ge­le­sen wer­den:

  • Das all­ge­meine Per­sön­lich­keits­recht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst das Grund­recht auf Gewähr­leis­tung der Ver­trau­lich­keit und Inte­gri­tät infor­ma­ti­ons­tech­ni­scher Systeme.
  • Die heim­li­che Infil­tra­tion eines infor­ma­ti­ons­tech­ni­schen Sys­tems, mit­tels derer die Nut­zung des Sys­tems über­wacht und seine Spei­cher­me­dien aus­ge­le­sen wer­den kön­nen, ist ver­fas­sungs­recht­lich nur zuläs­sig, wenn tat­säch­li­che Anhalts­punkte einer kon­kre­ten Gefahr für ein über­ra­gend wich­ti­ges Rechts­gut beste­hen. Über­ra­gend wich­tig sind Leib, Leben und Frei­heit der Per­son oder sol­che Güter der All­ge­mein­heit, deren Bedro­hung die Grund­la­gen oder den Bestand des Staa­tes oder die Grund­la­gen der Exis­tenz der Men­schen berührt. Die Maß­nahme kann schon dann gerecht­fer­tigt sein, wenn sich noch nicht mit hin­rei­chen­der Wahr­schein­lich­keit fest­stel­len lässt, dass die Gefahr in nähe­rer Zukunft ein­tritt, sofern bestimmte Tat­sa­chen auf eine im Ein­zel­fall durch bestimmte Per­so­nen dro­hende Gefahr für das über­ra­gend wich­tige Rechts­gut hinweisen.
  • Die heim­li­che Infil­tra­tion eines infor­ma­ti­ons­tech­ni­schen Sys­tems ist grund­sätz­lich unter den Vor­be­halt rich­ter­li­cher Anord­nung zu stel­len. Das Gesetz, das zu einem sol­chen Ein­griff ermäch­tigt, muss Vor­keh­run­gen ent­hal­ten, um den Kern­be­reich pri­va­ter Lebens­ge­stal­tung zu schützen.
  • Soweit eine Ermäch­ti­gung sich auf eine staat­li­che Maß­nahme beschränkt, durch wel­che die Inhalte und Umstände der lau­fen­den Tele­kom­mu­ni­ka­tion im Rech­ner­netz erho­ben oder dar­auf bezo­gene Daten aus­ge­wer­tet wer­den, ist der Ein­griff an Art. 10 Abs. 1 GG zu messen.
  • Ver­schafft der Staat sich Kennt­nis von Inhal­ten der Inter­net­kom­mu­ni­ka­tion auf dem dafür tech­nisch vor­ge­se­he­nen Weg, so liegt darin nur dann ein Ein­griff in Art. 10 Abs. 1 GG, wenn die staat­li­che Stelle nicht durch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­tei­ligte zur Kennt­nis­nahme auto­ri­siert ist.
  • Nimmt der Staat im Inter­net öffent­lich zugäng­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­halte wahr oder betei­ligt er sich an öffent­lich zugäng­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­gän­gen, greift er grund­sätz­lich nicht in Grund­rechte ein.

Ich weiß noch nicht, wie man es deu­ten muss: Einer­seits gibt es zwar klare Gren­zen (keine Durch­su­chung nach Raub­ko­pien und starke rich­ter­li­che Kon­trolle), ande­rer­seits ist die Online-Durchsuchung als sol­che grund­sätz­lich nicht ver­fas­sungs­wid­rig. Mal sehen, was das wei­tere Nach­den­ken (und die Dis­kus­sion) so bringt …

Ältere Arti­kel bei mir zum Thema:

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und zwar gar nicht schlecht. For­res­ter pro­gnos­ti­ziert, dass um 2012 herum die digi­ta­len Ver­triebs­struk­tu­ren den Ver­kauf von Plas­tik über­ho­len. Die Umsätze allein in den USA sol­len dann 4,8 Mrd. US$ betra­gen, wäh­rend die CDs dann nur noch 3,8 Mrd. US$ ein­brin­gen. Wei­tere 480 Mil­lio­nen sol­len über Musik-Abonnements her­ein­kom­men, also alle Ver­triebs­for­men, wo man nicht den Song kauft, son­dern das Recht, ihn anzu­hö­ren — letzt­lich eine Art kon­fi­gu­rier­ba­res Bezahl­ra­dio (hey: wenn der Preis passt, finde ich sowas gut!). For­res­ter begrün­det das mit zwei Argu­men­ten, für die eigent­lich gesun­der Men­schen­ver­stand auch aus­ge­reicht hätte: die Ver­brei­tung von MP3-Playern und die Abkehr vom DRM.

Jetzt muss es eigent­lich nur noch die Musik­in­dus­trie kapie­ren.

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Mich würde wirk­lich inter­es­sie­ren, warum das bei mir so sprung­weise geht: die ganze letzte Woche bin ich bei 109,7 +- 0,2 Kilo gepen­delt — jetzt wie­der fast ein Kilo. Die letz­ten Male war es genauso … Hm. Was­ser­haus­halt? Mal dar­auf ach­ten muss …

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Ein über­sicht­li­cher Arti­kel zum Thema: Die wis­sen­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen im 21. Jahr­hun­dert. Das Thema werde ich mir am Wochen­ende noch­mal genauer anschauen, auf den ers­ten Blick fällt mir auf: von vier­zehn Schlag­wor­ten haben fünf etwas damit zu tun, alte Feh­ler zu kor­ri­gie­ren (Ter­ro­ris­mus, Sicher­heit im Inter­net, CO2 …). Ein pas­sen­des Zitat von Rob Soco­low dazu:

Wie gewich­tet man die Aus­rot­tung von Armut gegen­über der Auf­gabe, den Pla­ne­ten bewohn­bar zu erhal­ten oder gegen­über der Ver­mei­dung eines Atomkrieges?

Letzt­lich ein nor­ma­les Prio­ri­sie­rungs­pro­blem, das wir (ich zumin­dest) aus dem All­tag ken­nen: Bevor wir ein Bild malen kön­nen, müs­sen wir erst­mal das Ate­lier auf­räu­men. Oder: Erst die Arbeit, dann das Ver­gnü­gen. Irgend­wie scheint es, als wür­den wir Men­schen uns immer sel­ber im Wege ste­hen. Hm. Viel­leicht liegt der Trick darin, die Arbeit als Ver­gnü­gen zu betrachten?

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Auf Golem ist heute zu lesen, dass in die­sem Jahr eine moderne Ver­sion von Elite ange­kün­digt wird. Soweit die guten Nachrichten.Die schlechte Nach­richt: die Aus­lie­fe­rung wird dann wohl noch zwei Jahre dau­ern. Hrmpf. Naja, ich habe eh´ keine Zeit zum Spielen …

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… also ein bis­serl am Fis­kus vor­bei gemau­schelt. Naja, Gele­gen­heit macht Diebe, er hat es ja ein­ge­se­hen und so. Geh´ schon klei­ner Rabauke. Wenn er sich wenigs­tens nicht als Moral­wäch­ter auf­ge­spielt hätte. Als ich gerade das hier bei SPON gele­sen habe, hat es mein ansons­ten eher nach Aus­gleich und Ver­ständ­nis stre­ben­des Gemüt schon ein wenig in Wal­lung gebracht. Den eigent­li­chen Scha­den rich­ten sol­che Men­schen nicht an der Staats­kasse an, son­dern bei der Moral sei­ner Mit­bür­ger. Muss ich jetzt immer stut­zig wer­den, wenn mir ein C-Level etwas über Ver­ant­wor­tung, und Vor­bild­funk­tion erzählt? Wie misst man Inte­gri­tät? Wozu soll man sel­ber noch ver­su­chen, inte­ger zu bleiben?

Mann der Woche in der WiWo war er dann auch noch letzte Woche. Ein Satz aus der Lobes­hymne wird sich jetzt wohl nicht bewahr­hei­ten:

Als Refor­mer von his­to­ri­scher Dimen­sion würde wohl auch Zum­win­kel gern in die Geschichte ein­ge­hen, wenn er im Novem­ber sei­nen Pos­ten räumt.

Das fol­gende Wort sei mir jetzt bitte ver­gönnt: Ätsch!

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Jetzt hat Toshiba erstaun­lich schnell der HD-DVD den Rest gege­ben. Finde ich gar nicht mal so dumm, denn das tote Pferd wei­ter zu rei­ten hätte langsfris­tig einen Image­scha­den für Toshiba bedeu­tet. Ich denke, es sind eh´ schon hau­fen­weise Leute sauer, dass sie nun auf Tech­no­schrott und wert­lo­sen Plas­tik­schei­ben her­um­sit­zen. Aber das hat man davon, wenn man unbe­dingt »first mover« oder »fast fol­lo­wer« sein will … naja, ich rede mich leicht, weil ich mir so Kram eh´ nicht leis­ten kann …

Jetzt fällt mir noch etwas ein: war da nicht mal was mit Sony und Bet­a­max? Damals, kurz nach dem Krieg? Viel­leicht nur aus­glei­chende Gerechtigkeit …

Nach­trag, 10.8.2009: So, jetzt hat das ganze ein ver­söhn­li­ches Ende gefunden.

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diese Mana­ger und Mil­lio­näre, das sind doch alles Ver­bre­cher, Gau­ner und Halun­ken, die lügen und betrü­gen um sich einen Vor­teil zu ver­schaf­fen. Kurz: auch nur Men­schen, wie Du und ich.

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… hat viel mit dem baye­ri­schen Rund­funk zu tun, genauer mit B2. Zünd­funk ist eh´ klar, aber auch die Wis­sen­schaftss­sen­dun­gen sind fein. Und das aller­feinste: wenn man was ver­passt oder beim Auto­fah­ren nicht mehr genug Straße über ist, um eine Sen­dung zu Ende zu hören, kann man sich diese dann auch her­un­ter­la­den, näm­lich hier.

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Die erste runde Grenze ist geknackt, jetzt in gro­ßen Schrit­ten zu 105 Kilo! Gleich­zei­tig mar­kiert dies eine neue Ein­stu­fung beim BMI: ich jetzt nicht mehr »Adi­po­si­tas Grad II« son­dern nur noch Grad I. Adi­po­si­tas heißt letzt­lich soviel wie »fette Sau«, klingt nur besser.

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