… zu diesem Link hätte ich drei Fragen:
http://www.cio.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/20101126_einfuehrung_des_neuen_personalausweises.html
- Warum haben Ihre Kollegen bei der IT-Beauftragten keine Rechtschreib-Prüfung?
- Warum darf man ihnen nur drei Fragen stellen? Sind Sie am Ende gar eine gute Fee?
- Warum wird Ihr Name nicht genannt? Hatten Ihre Kollegen etwa gar Besuch von einer schlechten SEO-Agentur? Oder sperren Sie den Google-Bot eh´ aus? Wobei: wundern tät mich letzteres gar nicht …
Im Ernst, insbesondere der letzte Punkt ist ein so eklatantes und drastisches Beispiel dafür, wie Behörden denken und funktionieren. Erstens geht man offenbar davon aus, dass jeder den Namen unseres Innenministers kennt (gut, das hake ich unter Optimismus ab), wie man ihn schreibt (ehrlich, da muss ich auch schon mal nachschlagen …) und dass Suchmaschinen die gleiche Innensicht haben wie ein Sachbearbeiter im Innenministerium. Das tragischste ist: der Autor dieses … Briefes (das soll es wohl sein, wenn ich mir die Überschrift anschaue … wobei: es fehlt das “mit freundlichen Grüßen” oder das “dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und trägt daher keine Unterschrift”) ist vermutlich der festen Ansicht, extremste Bürgernähe an den Tag gelegt zu haben. Immerhin war er freundlich …
Es kann natürlich auch sein, dass es Freitag 11:55 Uhr ist, besagter Sachbearbeiter nach Hause will und sich grad nicht sicher ist, wie man den Minister schreibt. Geht mir ja auch so. Ich hingegen opfere mich selbstlos und gerne zum Wohl der Allgemeinheit: er heißt Dr. Thomas de Maizière. Aber ich muss fair bleiben: während ich schnell in der Wikipedia nachschlagen kann, kann das der Kollege im Innenministerium nicht, weil dort der Zugriff auf das Internet aus Sicherheitsgründen ja nicht möglich ist.