turbobrain

kulturkritik des abendlandes

Kategorie: Big Business

Hm. Ich mache das ja in Dis­kus­sio­nen auch manch­mal: eine extreme Posi­tion in den Raum wer­fen, da sich manch­mal anhand sol­cher »Kampf­the­sen« Denk­blo­cka­den lösen. Aber das ist schon ziem­li­cher Schwach­sinn, sollte die Idee mit dem »Namen ändern bei Errei­chen der Voll­jäh­rig­keit« ernst gemeint sein. Mal völ­lig davon unab­hän­gig, dass dies bei ewi­gen Spiel­kin­dern wie mir, die auch nach der Puber­tät noch ziem­lich viel Blöd­sinn ange­stellt haben (und es noch tun …) abso­lut nichts nüt­zen würde.

Der Rest des Gesag­ten deckt sich mit mei­ner Einschätzung:

  • Google wäre schön blöd, wenn sie Blöd­sinn mit den erho­be­nen Daten anstel­len würden
  • Google ist sich sei­ner Ver­ant­wor­tung durch­aus bewusst. Gut, Glau­bens­sa­che, gebe ich zu.

Arti­kel bei Golem

Keine Kommentare

… wird aktu­ell von vie­len kri­ti­siert, weil die Summe sei­ner Ein­zel­teile so viel bil­li­ger ist, als der Ver­kaufs­preis des End­pro­dukts. Wer mich kennt (oder hin und wie­der die­sen Blog liest) wird mich nun auf Sei­ten der Kri­ti­ker ver­mu­ten — diese Erwar­tungs­hal­tung muss ich indes herb ent­äu­schen: Apple hat nie behaup­tet, ein Wohl­fahrts­ver­ein zu sein, und exakt so funk­tio­niert die Wirt­schaft: ich kaufe preis­wer­ter ein, als ich ver­kaufe. Ganz neben­bei kos­tet es auch eine Klei­nig­keit, herauszufinden,wie man die Ein­zel­teile so zusam­men­bas­telt, dass etwas her­aus­kommt, was viele Men­schen unbe­dingt haben wol­len (man nennt das »Ent­wick­lung« und »Marktforschung«).

Was mich schon wie­der mehr auf die Palme bringt: der Deal mit Ama­zon, denn der wird dar­auf hin­aus­lau­fen, dass ich auch künf­tig viele Bücher nicht im ePub-Format bekomme, son­dern mir ent­we­der einen häß­li­chen Kindle oder eben ein iPad kau­fen muss.

2 Kommentare

… has­sen, lie­ben, igno­rie­ren, was auch immer. Aber sie jetzt, wo wirk­lich jeder Depp ein iPhone her­mu­schleppt, als Marke für Indi­vi­dua­lis­ten zu bezeich­nen, ist genauso bescheu­ert, wie bei einem Audi A4.

Keine Kommentare

Soweit nor­mal: ein nor­ma­ler News­let­ter einer Online-Druckerei mit Pro­dukt­an­ge­bo­ten. Da ich eh schon über­legt hatte, mir mal Notiz­blö­cke mit mei­nem Logo drauf zu machen, kli­cke ich auf »Notiz­blö­cke«. Auch noch nor­mal: dass man dort mit Namen begrüsst wird. Aber was ich zum ers­ten Mal gese­hen habe: einige Desi­gnvor­schläge für Notiz­blö­cke, in denen mein Name auch schon drin ist. Da ich Kunde bei denen bin und auch den News­let­ter expli­zit bestellt hatte, finde ich das gar nicht mal so uncool …

Keine Kommentare

Aus einer Pres­se­mel­dung des Hasso-Plattner-Instituts:

Potsdam/Stuttgart. Den natio­na­len IT-Gipfel in Stutt­gart haben am Diens­tag, 8. Dezem­ber 2009, fünf­mal mehr Teil­neh­mer live auf der Internet-Diskussionsplattform www.it-gipfelblog.de ver­folgt als per­sön­lich vor Ort. Das teilte das Pots­da­mer Hasso-Plattner-Institut (HPI) am Mitt­woch mit. Es hatte ein sol­ches Spit­zen­tref­fen im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung erst­mals auch live über­tra­gen und dabei 4.000 Nut­zer regis­triert. Auf die zusätz­lich ange­bo­te­nen Video-Podcasts vom IT-Gipfel wurde bis­lang mehr als 30.000 Mal zugegriffen.

wei­ter­le­sen… »

Keine Kommentare

Aktu­ell fin­det ja der IT-Gipel in Stutt­gart statt. Ges­tern ging eine Pres­se­mel­dung herum, in der sich ein paar Leute zum Thema aus­ge­las­sen haben. Unter ande­rem kam diese Aus­sage (Zitat von heise.de, Link zum gan­zen Arti­kel):

Ohne Kla­gen kommt die Deut­sche Tele­kom aus. Für den TK-Konzern sind die Gip­fel­ver­pre­chen keine lee­ren Worte. Beson­ders das De-Mail-System zeige als posi­ti­ves Gip­fel­bei­spiel, wie die Seil­schaf­ten am Berg ein kon­kre­tes Pro­dukt rea­li­sie­ren kön­nen, das  allen Beteilg­ten, Bür­gern wie Behör­den, einen ech­ten Nut­zen bringe.

Jetzt mal völ­lig unab­hän­gig vom Inhalt­li­chen: als einer der Haupt­pro­fi­teure der Ver­ga­be­töpfe von »Seil­schaf­ten« zu spre­chen, ist schon arg gewagt …

1 Kommentar

… hatte eine schlechte und eine gute Idee.

Die schlechte: einen Anwalt der Gegen­seite zu ver­kla­gen, der in sei­nem Blog »Recor­ding Indus­try vs The People« hämi­sche Arti­kel schreibt. Die Anklage lau­tete sinn­ge­mäß auf Über­schrei­ten ethi­scher Gren­zen. Frei­spruch.

uziDie gute: warum immer CDs pres­sen, es gibt doch in China USB-Sticks bil­lig und in jeder Form zu kau­fen? Der hier gefällt mir beson­ders — passt natür­lich nicht zu jedem Künstler :)

Keine Kommentare

jobsZuge­ge­ben: Apple hat (meist) ein gei­les Design. Die Reduk­tion auf die pure Funk­tion gelingt fast so gut wie bei Google und die Firma hat eine per­fekte Ver­mark­tung, per­fek­tes Gespür für den rich­ti­gen Zeit­punkt, eine Inno­va­tion in den Mas­sen­markt zu werfen.

    Aber:

    • Apple steu­ert auf ein fie­ses Mono­pol zu. Ver­schmähte Google Voice-Apps: Anruf aus Cuper­tino sorgt für Gänsehaut
    • Wo immer das Mono­pol bedroht ist, wehrt sich Apple mit allen fai­ren und unfai­ren Mit­teln, mit Klauen, Zäh­nen und (Pseudo-)Patenten. Ohne fremde Patente zu respek­tie­ren, und wenn man ein frem­des Patent zur Kenn­tis nimmt,  dann nur mit Kla­gen, bis dem Patent-Inhaber die Luft aus­geht.
    • Apple zockt Musik­käu­fer ab. Mal ehr­lich: das Zeug aus dem iTunes-Store ist doch heil­los über­teu­ert. Als eine CD zehn Euro gekos­tet hat, war da ja immer­hin ein Stück Plas­tik mit Papier und noch mehr Plas­tik drum­herum her­zu­stel­len und durch die Gegend zu schip­pern. Da sind 99 Cents für eine vir­tu­elle Ware, die ich nicht mal unein­ge­schränkt benut­zen darf, ein­fach eine Frech­heit. Irgendwo im Netz habe ich mal eine krea­tive, wenn­gleich etwas anar­chi­sche Methode der Gegen­wehr gele­sen: die Musik irgendwo pira­ten­mä­ßig her­un­ter­la­den und der Band anonym Brief­mar­ken im Gegen­wert von zwei Euro schi­cken — da haben alle was davon.
    • Um noch ein paar Buz­zwords zu stra­pa­zie­ren: Apple ist ver­dammt Closed-Source, Old-School und nutzt Web 2.0 nur dafür, noch mehr Kohle zu ver­die­nen. Gegen letz­te­res ist eigent­lich nichts ein­zu­wen­den, aber wie bei Acker­manns 25 % Umsatz­ren­dite habe ich halt bei Apple immer das Gefühl, dass es unan­stän­dig viel ist, weil am ande­ren Ende der vir­tu­el­len Laden­theke Leute abge­zockt wer­den. Immer­hin so ele­gant, dass es die wenigs­ten davon mer­ken — was auch eine Leis­tung ist.
    • Ist noch gar nicht so lange her, da hat es der ver­meint­li­che Lieb­ling der Alter­na­ti­ven mit dem Thema Ökolo­gie und Nach­hal­tig­keit nicht so genau genom­men, zumin­dest, soweit es Green­peace betraf. Mitt­ler­weile haben die wohl auf­ge­holt, aber ich bin davon über­zeugt, dass dies nur auf­grund von Markt­stu­dien gesche­hen ist, die einen Umsatz­ein­bruch bei der Kern­ziel­grup­pen pro­gnos­ti­ziert haben, wenn man nicht »grü­ner« wird.

    Noch ein paar Links:

    Altes hier im Blog zu Apple:

    4 Kommentare

    logo-db-oppenheimLaut eige­ner Pres­se­mel­dung von ges­tern bestä­tigt die Deut­sche Bank Gesprä­che über eine stra­te­gi­sche Part­ner­schaft mit der Sal. Oppen­heim Gruppe.

    Hierzu hat die Deut­sche Bank ein unver­bind­li­ches Ange­bot hin­sicht­lich einer Kapi­tal­be­tei­li­gung an der Sal. Oppen­heim abge­ge­ben. Über die Höhe der Betei­li­gung steht nichts in der Pres­se­mel­dung, ich würde mal ver­mu­ten, das ist nur ein ers­ter Schritt. Sal. Oppen­heim ermög­licht der Deut­schen Bank in die­sem Zusam­men­hang eine Due Dili­gence — also letzt­lich ein »in-die-Bücher-kucken«.
    Die stra­te­gi­sche Part­ner­schaft hat das Ziel, den Kun­den von Sal. Oppen­heim Zugang zum glo­ba­len Netz­werk der Deut­schen Bank zu ermög­li­chen und die Posi­tion der Deut­schen Bank im geho­be­nen Pri­vat­kun­den­ge­schäft vor allem in Deutsch­land zu stärken.

    Ich muss ganz ehr­lich sein: ich habe keine wirk­li­che Ahnung, was das alles bedeu­tet. »Geho­be­nes Pri­vat­kun­den­ge­schäft« hört sich nach Schiffs­be­tei­li­gun­gen und ande­rem Kram an, Sal. Oppen­heim — für mich als Laie — wie ein gefühl­ter Lei­dens­ge­nosse der Leh­man Bro­thers. Beim Lesen ist mir aber klar gewor­den, dass ich ziem­lich froh um meine pro­vin­zi­elle, genos­sen­schaft­li­che und unmo­derne VR-Bank bin.

    Keine Kommentare

    Aus­ge­rech­net ein Musik-Download-Portal haben sich zwei For­scher als Betä­ti­gungs­feld für ökono­mi­sche Stu­dien aus­ge­sucht — wenn­gleich kein nor­ma­les. Bei Magna­tune kön­nen Kun­den den Preis eines Albums inner­halb gewis­ser Gren­zen selbst bestim­men. Der Schie­be­reg­ler reicht immer­hin von 5 bis 18 Dol­lar, wobei ein Wert von 8 Dol­lar vor­ge­ge­ben ist. Das Erstaun­li­che: der durch­schnitt­lich erzielte Preis pro Album liegt bei 8,20 Dollar.

    Soziale Prä­fe­ren­zen kön­nen Men­schen dazu bewe­gen, auf ihren finan­zi­el­len Vor­teil zu verzichten.

    Link zum Arti­kel im Mittelstandsblog

    Keine Kommentare


     

    Categories

    Categories

    Categories

    SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline