turbobrain

kulturkritik des abendlandes

Kategorie: Medien

Nicht ganz so böse: Peter Paul MichalskiAlles. Die Ver­bre­cher sehen echt böse aus (nicht wie bei uns: der nette, grin­sende Onkel von nebenan), sie wer­den bei der Fest­nahme ordent­lich getö­tet (nicht wie bei uns: sanft vom Damen­rad geschubbst).

Schon böse, aber tot: Maurice Clemmons

Keine Kommentare

Wer­bung ist mitt­ler­weile fast unter­halt­sa­mer als das stö­rende Pro­gramm dazwi­schen. Zwei recht bemer­kens­werte Spots direkt waren grad (also vor dem Umschal­ten auf BR quer) hin­ter­ein­an­der zu sehen:

Tussi von ner ZeitungBILD mit Testi­mo­ni­als: Lang­wei­ler Ker­ner mit einem Langweiler-Statement auf Hühn­chen­wurst­ni­veau, neben ihm wird für jene, die seine Langweiler-Fresse nicht erken­nen sein Name inklu­sive affi­gem Mit­tel­in­itial ein­ge­blen­det. Dann Phil­lip Lahm, der mir ganz exakt bis hier­hin sym­pa­thisch war. Auch mit Namens­ein­blen­dung, für die unter uns, die unter Stei­nen leben. Und dann kommt da noch so eine lip­pen­ge­spritzte It-Girl-Schnepfe, die so tut, als wäre sie pro­mi­nent, son­dert noch grö­ße­ren Schwach­sinn ab als die zwei Jungs davor — von wegen, es gäbe Dinge, die die BILD nicht über sie wüsste, wor­auf sie stolz sei (WTF?!). Pas­send zum Nie­woh der Gesamt­ver­an­stal­tung, keine Frage  — aber warum wird genau bei der Trulla kein Name eingeblendet?!

malkovichUnd dann hat mich aus­ge­rech­net George Cloo­ney ver­söhnt, oder eher John Mal­ko­vich: Geor­gie kommt mit einer Tüte Kaf­fee in den Him­mel und ist ein bis­serl rat­los — »Where am I ?!«. John »Petrus« Mal­ko­vich: »Make an edu­ca­ted guess!« — einfach genial!

Keine Kommentare

Mit der Kennt­nis des Akro­nyms FTD zeigt der moderne Busi­ness­kas­per, dass er zum Kreis der Ein­ge­weih­ten gehört. Seit ges­tern erstrahlt die Web­site der Finan­cial Times Deutsch­land in neuem Glanz. Des­we­gen schiebe ich mal einen kur­zen Veriss ein.

Ers­ter Eindruck

Papier?!Wirkt zwar moder­ner, aber weni­ger auf­ge­räumt. Man hat end­lich auf die letz­ten Reste von Schat­ten­wür­fen und 3D-Effekten ver­zich­tet. Bis auf einen: den Hin­ter­grund bil­det eine feine Struk­tur, die wohl Papier dar­stel­len soll, diese Ver­mu­tung stütze ich auch dar­auf, dass oben, rechts und unten ein Papier­sta­pel wie von einer auf­ge­schla­ge­nen Zei­tung ange­deu­tet ist. Das ist so albern, dass ich mich frage, wer da zu prü­geln ist: der Web­de­si­gner, dem die Phan­ta­sie durch­ge­gan­gen ist, oder der Ent­schei­der, der am liebs­ten sowieso das Inter­net aus­dru­cken möchte.

Der »Kopf«

coole IdeeDie Anord­nung der ein­zel­nen Blö­cke folgt kei­nem erkenn­ba­ren Ras­ter und wirkt völ­lig unmo­ti­viert, unsy­me­trisch und unaus­ge­wo­gen. Immer­hin ist alles wich­tige da, eine pro­mi­nente Such­funk­tion (gut), unmo­ti­vierte Links auf irgend­wel­che Schwer­punkte, Tools und Pro­dukte (WTF?!) und ein in mei­nen Augen recht gelun­ge­ner Schnell­ein­stieg: die Mög­lich­keit, die quasi nach Wunsch oder Nut­zungs­pro­fil die Auf­ma­chung der Start­seite zu wäh­len, finde ich gar nicht mal schlecht: es gibt ein »klas­si­sches« Por­tal, eine Nach­rich­ten­liste für »Schnell­le­ser«, eine Liste aller Mei­nun­gen und Kom­men­tare für Dis­kus­si­ons­wü­tige und eine Sicht für Bildlekucker.

Dar­un­ter eine Menü­leiste, die alle Res­sorts zügig erschliesst, wenn­gleich ich diese Flyout-Dinger eigent­lich nicht so mag, aber das ist Geschmacks­sa­che. Warum die Navi­ga­tion nicht hori­zon­tal und ver­ti­kal zwi­schen den bei­den Linien zen­triert ist, wis­sen nur die Göt­ter des Web­de­signs, moti­viert wirkt das jeden­falls nicht, son­dern hingeschustert.

Der »Body«

Papier?!Hier wird es ein bischen bes­ser, was die Gestal­tung angeht. Gut finde ich, dass man nicht der Ver­su­chung erle­gen ist, den lachs­far­be­nen Hin­ter­gund für Text zu ver­wen­den. Man kann Stern­chen­be­wer­tun­gen machen — gähn. Neben der Schlag­zeile ist ein klei­nes Sym­bol, mit dem man sich den Arti­kel mer­ken kann. Sicher­lich nett für Leute, die nicht mit RSS arbei­ten und nur die FTD »konsumieren« — und wohl genau des­we­gen an der Kern­ziel­gruppe vor­bei, schätze ich. Ansons­ten folgt die FTD dem Trend, den Arti­kel nach links zu packen und rechts eine dicke Rand­spalte voll­zu­kra­men. Auf dem Breit­bild­mo­ni­tor finde ich das eher läs­tig, auf einem mobi­len Gerät, das die Dar­stel­lung nicht anpasst, wohl eher gut. Was ich noch gerade bemerke: ich habe auf Internet-Explorer gewech­selt, weil ich kucken wollte, ob der Kopf da bes­ser aus­sieht — tut er nicht. Aber: da ist rechts noch eine dritte Inhalts­spalte, die der Fire­fox ein­fach unter­schlägt — unter ande­rem ist da der täg­li­che Alex-Strip drin! Ich hatte mich schoin gewun­dert, dass da rechts noch soviel Platz ist … wow, hat man da nicht getes­tet? In mei­nen Sta­tis­ti­ken ist FF3.5 gerade mal mit 35 % der häu­figste Browser …

Das ver­nich­tende Urteil

Im Ernst: das ist rich­tig schlecht gewor­den. Der eine Dau­men für die weni­gen brauch­ba­ren Usability-Ansätze und die Schnell-Einstiege.

Peterchen-Rating: 1 von 5 (fail)

Peterchen-Rating: 1 von 5 (fail)

Keine Kommentare

Lese gerade den sehr emp­feh­lens­wer­ten Arti­kel »Wie eine Rück­ruf­ak­tion funk­tio­niert« in der Online-FTD. Darin wird erzählt, wie Phi­lips das mit der Sen­seo hand­habt (mir fällt dabei ein, dass ich eigent­lich auch zwei davon habe …). Sehr inter­es­sant geschrie­ben und wie gesagt lesens­wert. Jeden­falls kommt darin ein Vol­ker Bau­meis­ter vor,

»[…] der aus­sieht wie Peter Harry Cars­ten­sen in Sympathisch […]«.

Dem Autor die­ses genia­len Schmunz­lers sei ver­zie­hen, dass man sym­pa­thisch zwar kor­rekt mit »h« aber trotz­dem klein schreibt …

Keine Kommentare

2009 27 Jul

Medien

Buahahahaha!

Keine Kommentare

vodafone-failMann, das nimmt lang­sam gro­teske Züge an. Was mich bei die­ser gan­zen Dis­kus­sion nervt: warum macht die eine Wahr­heit — dass Schnu­tin­ger ziem­lich naiv über das gespon­sorte Handy geschie­ben hat und ihr Gesicht für eine höchst frag­wür­dige Kam­pa­gne her­ge­lie­hen hat — die andere Wahr­heit — dass Schnu­tin­ger seit lan­gem cle­ver und lesens­wert bloggt — plötz­lich unwahr? Gut — an der Stelle ver­stehe ich ihre Reak­tion dann wie­der nicht: wer in die Küche geht, muss die Hitze aushalten.

Zur Psy­cho­lo­gie: Der Neid-Ansatz (dass wir Beta– und Gamma-Blogger es ein­fach nicht abkön­nen, wenn die Alphas die ganze Auf­merk­sam­keit abbe­kom­men) ist nur vor­der­grün­dig wahr. Solange das ein­sei­tig war, war das in Ord­nung, irgend­wie waren die Alphas doch noch »wel­che von uns«. Wenn sich Alphas nun kau­fen las­sen (ich rede hier nicht von Lobo, der ist ja selbst ein Pro­dukt), füh­len wir uns in die­ser gefühl­ten Ver­bun­den­heit ver­ra­ten. Des­we­gen die Häme, Frau Schnutinger.

Dass es anders geht zei­gen zwei mei­ner Lieb­linge, der Shop-Blogger und der Taxi-Blogger. Beide muss man nicht mögen, aber bei­den kann man defi­ni­tiv nicht den Vor­wurf machen, sich zu ver­bie­gen. Die blog­gen, weils ihnen Spaß macht.

Ein paar Links:

Nach­trag, 7.8.2009: der Titel ist erklä­rungs­be­dürf­tig. Ich war im Netz über einen Arti­kel gestol­pert, der den Titel ohne Fra­ge­zei­chen hatte. Mein Post war eher als Gegen­rede kon­zi­piert und hat sich dann selb­stän­dig gemacht. Jetzt stelle ich fest, dass die Kom­bi­na­tion bei Google mei­nen Post auf Platz 1 hebt, was den Ein­druck erweckt, der Aus­druck wäre von mir. Blö­der­weise finde ich jetzt den Ursprungs­ar­ti­kel nicht mehr. Gut, dass ich nicht Jour­na­list gewor­den bin …

3 Kommentare

Keine Kommentare

2009 15 Mrz

Medien

Der mit Abstand!

Und zwar mit extren gro­ßem Abstand! schlech­teste! Film aller Zei­ten läuft grad auf Tele 5. Batt­le­field Earth. Wow. Wie ein Unfall. Man kann nicht weg­schauen, son­dern kuckt kopf­schüt­telnd hin bis zum bit­te­ren Ende. Wow, was für ein Mist.

5 Kommentare

Keine Kommentare

Stern

See­ho­fer soll Par­tei aus Krise führen

Dass Huber zurück­ge­tre­ten ist, ist hier bereits Schnee von ges­tern und wird in einem Neben­satz erwähnt. Immer­hin ist See­ho­fer noch nicht als Par­tei­chef instal­liert, ein Zitat von Glos (»Auf Horst See­ho­fer wird’s hin­aus­lau­fen«) heißt schließ­lich nicht, dass schon irgend­et­was feststeht.

FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

See­ho­fer wird neuer CSU-Chef

Aus dem Ver­lauf des Arti­kels wird klar, dass man das glei­che Zitat von Glos ein wenig anders interpretiert …

SPIEGEL Online

Huber tritt als CSU-Chef zurück

Fak­ten (Huber tritt zurück), Ver­weis auf die Quelle (Pres­se­kon­fe­renz) und Gerüchte sind als sol­che gekenn­zeich­net (See­ho­fer als Nach­fol­ger im Gespräch).

Keine Kommentare


 

Categories

Categories

Categories

SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline