Kategorie: Netzpolitik
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Ein paar Fundstücke :)
- An dieser Meldung bei heise.de ist eigentlich nur bemerkenswert, dass man den Lesern schon erklären muss, wer William Shatner eigentlich ist (» [… ], bekannt vor allem durch seine Rolle als Captain James T. Kirk in der Fernsehserie Star Trek«). Tja, Ruhm ist vergänglich, wer wüsste das besser als ein Mitglied der Generation Upload … sagte ich eigentlich schon, dass ich William Shatner eher nicht so gerne mag?
- Tja, liebe Frau von der Leyen. Was ich jetzt davon halten soll, dass Sie das Fahrtenbuch Ihres Dienstwagens nicht offenlegen möchten, werde ich nicht öffentlich kundtun. Solche Ausdrücke zerstören vermutlich selbst engste Freundschaften, wie die unsere. Und was soll ich erst zu der Benimm-Fibel (das Wort passt irgendwie zu Dir …) sagen? Oh je …
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wird allzuoft und allzulaut von denen gefordert, die am wenigsten davon mitbringen. Wobei ich jetzt weniger Sie konkret gemeint haben möchte, eher die Gattung Homo Politicus allgemein, der Sie ja zweifellos angehören. Und das ist das Problem: selbst, wenn gut gemeint, prallen solche Forderungen nicht nur am Adressaten ab, sondern verkehren sich ins Gegenteil. Mal ehrlich: Anstand ist eine Eigenschaft, die man von einem Politiker gar nicht erst erwartet.
[via Golem]
… mache es aber trotzdem: mein ausgeprägter Liberalismus macht bei drei Themen eine Pause: Waffen, Extremismus und Kinderpornografie. Aber ich bin absolut gegen Urschels Feigenblatt. Viele Gründe wurden schon angeführt:
- Das Gesetz ist technisch absolut untauglich — es braucht lediglich einen Hauch mehr als Internet-Grundlagenwissen, um die Sperre zu umgehen. Wer es nicht glauben mag, möge ein wenig googeln, ich wage die Aussage, selbst der blödeste DAU weiß nach zehn Minuten, wie man anonym surft.
- Stichwort anonym surfen: ja, ich bin der Meinung, dass ich das Recht habe, das zu tun. Genauso wie ich das Recht habe, in meiner Wohnung unbeobachtet zu popeln oder an den blauen Gott der blinden Schafzüchter Neuseelands zu glauben: schlichtweg, weil es niemanden etwas angeht, weder meine Versicherung, meinen Arbeitgeber, meine Mutter noch meinen Intimfeind. Wenn ich dabei etwas Strafbares mache, hat der Staat durchaus das Recht, mich bei einem konkreten Verdacht auf richterliche Anordnung zu überwachen, in engen Grenzen, aber mehr auch nicht. Gewaltenteilung und so.
- Wenn wir heute wegen einer sinnlosen Jagd auf Kinderporno-Konsumenten Grund– und Bügerrechte opfern, tun wir es morgen für Tauschbörsennutzer. Oder Falschparker. Oder laufen sonst irgendeiner Lobby hinterher, die gerade am lautesten nach staatlicher Protektion schreit. Denn solche Tendenzen beschränken sich nicht auf das Internet, sind im Gegenteil nur exemplarisch für eine Geisteshaltung, die den Menschen nicht als Bürger, sondern als Untertanen oder naive Kinder begreift — oder einen Markt als dauerhaft »gmaahds Wiesl« (siehe Musikindustrie).
Der Hammer ging aber heute morgen durch den digitalen Blätterwald: sage und schreibe 92 % der Bundesbürger sind für das Gesetz, nach einer Umfrage von Infratest im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe. Nun unterstelle ich letzterer lautere Absichten und ersterer eine methodisch korrekte Vorgehensweise. Trotzdem: mit der richtigen Fragetechnik kann man so ziemlich jede Antwort erhalten, die der Autraggeber bestellt hat. Diese Binsenweisheit trifft sich hier mit der Charakteristik des Menschen, trotz erwiesener Ahnungslosigkeit einfach die Fresse nicht halten zu können — denn die Antwortoption »keine Ahnung« oder »kann ich nicht beurteilen« wäre durchaus vorhanden gewesen. Und so bleibt ein fader Beigeschmack: es gab auch mal eine Mehrheit, die — überzeugt — NSDAP gewählt hat.
Gemein dabei ist: wenn ich nicht zufällig im Internet-Business wäre, wäre ich wohl auch 92-%-ig überzeugt. Andererseits bin ich vielleicht deswegen im Internet aktiv: weil es mehr ist als technischer Spielkram.
Nachtrag 21.5.: heise hat verglichen. Ein Schlingel namens Christian Bahls hat ebenfalls eine suggestive Umfrage bei Infratest beauftragt — mit dem Ergebnis, dass 90 % der befragten Personen gegen das Gesetz sind. Der wesentliche Unterschied: Bahls wendet sich mit einer völlig anderen Aussage an die Presse.
Bahls zeigt mit seinem Experiment, dass es für solche komplizierte, vielschichtige Problematiken wie der Verbreitung von Kinderpornographie und die Maßnahmen weder simple Fragen noch einfache Antworten gibt. Ein Versuch, der Bevölkerung, die mehrheitlich über die Sachlage kaum informiert ist, solche Antworten zu entlocken, kann nicht funktionieren.
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… ist eines der Themen, die mich derzeit umtreiben. Dahinter verbirgt sich letztlich ein System aus technischen Verfahren, Zertifizierungen und einem Gesetz, welches rechtssicheren E-Mail-Verkehr ermöglicht. So sollen z.B. auf diese Art versendete Steuerbescheide oder auch Knöllchen der für die Rechtsverbindlichkeit geforderten Schriftform genügen — im Gegensatz zu »normalen« E-Mail. Das System soll auch der Privatwirtschaft Vorteile bringen, z.B. für Kontoauszüge oder Versicherungspolicen. Die Übertragung und Speicherung aller Informationen erfolgt verschlüsselt, so dass man es sich letztlich als E-Mail-Gegenstück zu einer SSL-verschlüsselten Website mit Zertifikat vorstellen kann. Aktuell gibt es nun einen Gesetzentwurf dazu, der im Rahmen einer sogenannten Online-Konsultation den Bürgern zur Diskussion gestellt wird.
Aus Gründen der … Befangenheit nehme ich hier keine direkte Stellung. Bitte schaut Euch die Sache mal an. Unabhängig vom Thema finde ich diese Art der Mitsprache-Möglichkeit für den Bürger sehr gut.
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… habe jetzt mal einen anderen Statistik-Dienst installiert. PHPMyVisites ist Open-Source und bei mir auf dem Server installiert, nicht irgendwo in den US of A. Google-Analytics fliegt dann dafür demnächst raus — denn langsam wird es sogar mir unheimlich.
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persönliche Daten sollen nur weitergegeben werden, wenn man dem zustimmt. Hm. Liebes Meldeamt: woher hat das Finanzamt meine Meldedaten? Ich erkläre hiermit: ich habe dem nicht zugestimmt.
Also, ich habe meine am Samstag bekommen, bei mir hat es also geklappt, mit der Zustellung. Bei vielen anderen jedoch wohl nicht, heise berichtet, dass allein in Stuttgart (warum wohl gerade diese Stadt als Muster herhalten muss?!) 15.000 Brieflein aufgrund falscher Adressen nicht zugestellt wurden.
Dies zeigt für mich zweierlei:
- Vordergründig, dass es mit dem Big-Brother-Staat noch nicht so weit her ist.
- Aber: einzelne Zahlen sagen in der Regel nichts ohne Zusammenhang: in Stuttgart leben 591.127 Leute. 15.000 entsprechen also rund 2,5 % — anders herum: die Trefferquote lag bei 97,5 %- und das wiederum halte ich für gar nicht mal sooo schlecht …
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Das ist mal wieder ein echt spaßig-spannendes Spielzeug von Google: Damit kann man untersuchen, wie Suchanfragen sich über die Zeit entwickeln und wie regional unterschiedlich sie sind. Das wird lustig! Für mich selber hat es leider zu wenige Suchanfragen gegeben, um messbar zu sein :(
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