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kulturkritik des abendlandes

Kategorie: Verbraucher

… darf man ein Unter­neh­men öffent­lich beschimp­fen? Ich würde das im Moment gerne tun. wei­ter­le­sen… »

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Wenig Zeit zur Zeit für echte Inhalte (ich höre die Unken rufen: echte Inhalte gibt es hier eh´ nicht …), des­we­gen auf die Schnelle einige Link­tipps zum Thema Ban­king und so …

Update 21.10.2009: im RL ent­span­nen sich über @GENOwatch einige Dis­kus­sio­nen. Man könnte mut­mas­sen, dass er den Gen­o­ban­ken Böses will. Ein ent­äusch­ter Ein­zel­fall­kunde, der seine mediale Macht nutzt, um Rache zu üben (so wie die­ses Grüpp­chen Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker). Aber ande­rer­seits: so wie es aus­sieht, macht er nur Reposts von »ech­ten« Kun­den­stim­men, hin und wie­der sind auch posi­tive Aus­sa­gen dabei. Ich glaube, wir alle tun uns wesent­lich leich­ter zu meckern als zu loben, inso­fern ist auch das Ver­hält­nis hier zu sehen. Und selbst, wenn @GENOwatch nur mit bösen Absich­ten an den Start geht — er spart den Gen­o­ban­ken die Arbeit, die sie sowieso tun müs­sen: näm­lich zuhö­ren, was die Kun­den da draus­sen umtreibt. Und: nein, ich bin nicht @GENOwatch :)

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Es nervt. Abge­se­hen davon, dass Euer Rechen­ex­em­pel ein­fach nur dumm ist, soll­ten wir viel­leicht mal die Gegen­rech­nung auf­ma­chen, wie­viel volks­wirt­schaft­li­cher Scha­den dadurch ent­steht, das Ihr popu­lis­ti­schen Schwach­sinn in den Raum werft.

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Haben Euch doch ges­tern erst die Ver­brau­cher­schüt­zer an den Pran­ger gestellt — und heute zau­bert Ihr neue AGB aus dem Hut. Und ver­kün­det das nicht (oder zumin­dest nicht nur :) per Pres­se­mel­dung, son­dern — wie es sich fürs Social-Web gehört — stan­des­ge­mäß per Blog.

Ich höre jetzt die Unken rufen: »Das machen die doch nur, um Geld zu ver­die­nen!« Dar­auf rufe ich (was ist eigent­lich da Gegen­teil einer Unke?): so what? Die haben halt kapiert, dass ich als Ver­brau­cherle meine Euros lie­ber an Unter­neh­men her­aus­rü­cke, die mir zuhö­ren. Oder wenigs­tens so tun.

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Ich weiß nicht, was ich davon hal­ten soll: das Fraunhofer-Institut hat eine 3D-Software vor­ge­stellt, mit der man Kon­zep­tion und Betrieb eines Kern­kraft­werks ver­ein­fa­chen kann. Jetzt wäre halt die Frage, ob Vat­ten­fail damit künf­tig die Reak­to­ren schon mal test­hal­ber an die Wand fah­ren kann, bevor man es in echt macht. Oder ob man das Geld für die­sen Schmarrn auch sinn­voll hätte aus­ge­ben kön­nen. Fraun­ho­fer scheint auch nicht mehr das zu sein, was es mal war …

via golem

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Nun hat ein Gericht mal wie­der für Rechts­si­cher­heit gesorgt — anschei­nend. Und für viele pri­vate Blog­ger zumin­dest. Kon­kret meint das Amts­ge­richt Frank­furt am Main, es sei Betrei­bern pri­va­ter Blogs nicht zumut­bar, alle Kom­men­tare vorab zu prü­fen, es genüge, wenn anstös­sige Kom­men­tare bei Bekannt­wer­den gelöscht wür­den. Offen­bar wiegt für das Gericht das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung schwe­rer als poten­zi­elle Rechts­ver­let­zun­gen. Gut so. Jetzt muss ich nur noch her­aus­fin­den, ob die­ses Blog als das Blog eines Unter­neh­mers gewer­tet wer­den kann, oder ob ich als Teil­zeit­un­ter­neh­mer auch ein Pri­vat­ver­gnü­gen haben kann. Letz­te­ren­falls kann ich meine Kom­men­tar­funk­tion viel­leicht auch wie­der unein­ge­schränkt öffnen.

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… pro Jahr — diese Rech­nung macht ein bekann­ter Mineralöl-Konzern in sei­ner aktu­el­len Anzei­gen­kam­pa­gne auf. Hm. Mal rech­nen: ich fahre rd. 25.000 Kilo­me­ter im Jahr. Bei einem Ver­brauch von rd. 6 Liter auf 100 Kilo­me­ter (ja, ich bewege meine Bella recht spar­sam :) wären das rund 1.500 Liter. Jetzt behaupte ich mal frech, dass der besagte Her­stel­ler eher dem Pre­mi­um­sek­tor zuzu­rech­nen ist, mit­hin ein Liter im Jah­res­mit­tel ca. fünf Cent mehr kos­tet als bei der Tank­stelle mei­nes Ver­trau­ens. Macht also 75 Euro extra zum Tan­ken — ca 833 Kilo­me­ter »mehr«. Also ein klein wenig wei­ter. Moment: da ist noch ein Stern­ver­merk … Bis 552 Kilo­me­ter, durch­schnitt­lich 170 Kilo­me­ter … ich werde wohl wei­ter bei der Tank­stelle mei­nes Ver­trau­ens einschenken.

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… ist echt teuf­lisch, infam und perfide.

  • Phase eins: in den Nut­zungs­be­din­gun­gen Windows-Nutzern die Instal­la­tion von Safari zu untersagen.
  • Phase zwei: allen iTunes-Nutzern unter Win­dows beim letz­ten Update den Apple-Browser »Safari«* unge­fragt unter­zu­ju­beln.
  • Phase drei: alle iTunes-Nutzer ver­kla­gen, bis sie blu­ten, har­har! So gerät die Welt­wirt­schaft außer Kon­trolle und Apple kann die Welt­herr­schaft an sich reißen!

Gott­sei­dank wur­den sie noch recht­zei­tig durchschaut!

*) der vol­ler Sicher­heits­lü­cken ist, das sei an die­ser Stelle nur am Rande erwähnt …

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und zwar gar nicht schlecht. For­res­ter pro­gnos­ti­ziert, dass um 2012 herum die digi­ta­len Ver­triebs­struk­tu­ren den Ver­kauf von Plas­tik über­ho­len. Die Umsätze allein in den USA sol­len dann 4,8 Mrd. US$ betra­gen, wäh­rend die CDs dann nur noch 3,8 Mrd. US$ ein­brin­gen. Wei­tere 480 Mil­lio­nen sol­len über Musik-Abonnements her­ein­kom­men, also alle Ver­triebs­for­men, wo man nicht den Song kauft, son­dern das Recht, ihn anzu­hö­ren — letzt­lich eine Art kon­fi­gu­rier­ba­res Bezahl­ra­dio (hey: wenn der Preis passt, finde ich sowas gut!). For­res­ter begrün­det das mit zwei Argu­men­ten, für die eigent­lich gesun­der Men­schen­ver­stand auch aus­ge­reicht hätte: die Ver­brei­tung von MP3-Playern und die Abkehr vom DRM.

Jetzt muss es eigent­lich nur noch die Musik­in­dus­trie kapie­ren.

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Jetzt hat Toshiba erstaun­lich schnell der HD-DVD den Rest gege­ben. Finde ich gar nicht mal so dumm, denn das tote Pferd wei­ter zu rei­ten hätte langsfris­tig einen Image­scha­den für Toshiba bedeu­tet. Ich denke, es sind eh´ schon hau­fen­weise Leute sauer, dass sie nun auf Tech­no­schrott und wert­lo­sen Plas­tik­schei­ben her­um­sit­zen. Aber das hat man davon, wenn man unbe­dingt »first mover« oder »fast fol­lo­wer« sein will … naja, ich rede mich leicht, weil ich mir so Kram eh´ nicht leis­ten kann …

Jetzt fällt mir noch etwas ein: war da nicht mal was mit Sony und Bet­a­max? Damals, kurz nach dem Krieg? Viel­leicht nur aus­glei­chende Gerechtigkeit …

Nach­trag, 10.8.2009: So, jetzt hat das ganze ein ver­söhn­li­ches Ende gefunden.

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