turbobrain

kulturkritik des abendlandes

Kategorie: Weltanschauung

»Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tan­zen­den Stern gebä­ren zu können.«

Wow, der Spruch haut  wirk­lich rein. Wenn­gleich er Fra­gen auf­wirft … wo sind meine tan­zen­den Sterne?!

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Golem bringt heute ein Inter­view mit einem »Direk­tor des Insti­tuts für Pla­ne­ten­for­schung am DLR«, Til­man Spohn. Das geht soweit in Ord­nung, wenn man Rei­ter (heise hat den heute , aber der erzählt dort genau das gleich: wie alt er war, warum die Mond­lan­dung wich­tig war etc.), Mer­bold oder andere Klug­schwät­zer nicht bekommt, nimmt man halt den. Das Inter­view ist soweit auch ganz ok, da redet halt ein Phan­tast (wie ich) über die Fas­zi­na­tion des Welt­alls und die Not­wen­dig­keit, sel­bi­ges zu erfor­schen. Dann kommt Golem und gibt dem Inter­view einen Titel:

»Wir müs­sen Lebens­raum im All schaffen«

Wow, das saß. Ich musste mich fast zwin­gen, das Inter­view dann noch zu lesen. Habe ich dann aber, und mich nicht wenig gewun­dert, dass der Satz so gar nicht gesagt wurde. Mal völ­lig davon abge­se­hen, dass ich einem Pla­ne­ten­for­scher nicht unbe­dingt zutraue, Sozi­al­mo­delle des 26. Jahr­hun­derts zu ent­wer­fen. Aber gut, spin­nen dür­fen wir alle.

Noch ein paar Links­tipps zum Mond:

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Oft ist das Den­ken schwer, indes, das Schrei­ben geht auch ohne es.

In die­sem Sinne: fro­hes Neues!

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… aber: Ob wir von Frank­furt oder von Ber­lin aus regiert wer­den, ent­schei­det sich die­ser Tage. Man darf gespannt sein.

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Nun hat ein Gericht mal wie­der für Rechts­si­cher­heit gesorgt — anschei­nend. Und für viele pri­vate Blog­ger zumin­dest. Kon­kret meint das Amts­ge­richt Frank­furt am Main, es sei Betrei­bern pri­va­ter Blogs nicht zumut­bar, alle Kom­men­tare vorab zu prü­fen, es genüge, wenn anstös­sige Kom­men­tare bei Bekannt­wer­den gelöscht wür­den. Offen­bar wiegt für das Gericht das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung schwe­rer als poten­zi­elle Rechts­ver­let­zun­gen. Gut so. Jetzt muss ich nur noch her­aus­fin­den, ob die­ses Blog als das Blog eines Unter­neh­mers gewer­tet wer­den kann, oder ob ich als Teil­zeit­un­ter­neh­mer auch ein Pri­vat­ver­gnü­gen haben kann. Letz­te­ren­falls kann ich meine Kom­men­tar­funk­tion viel­leicht auch wie­der unein­ge­schränkt öffnen.

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… nun ja, was soll man jetzt dazu sagen: er meint, wir Deut­schen hät­ten einen schlech­ten Geschmack. Weil wir Has­sel­hoff mal gut fan­den. Und Tita­nic (den Film). Und Britt­nei Schpiehrs. Und Paris Hilton.

Ich gebe zu: mein ers­ter, spon­ta­ner Reflex war: »Menno, gar nicht wahr! Sel­ber! Und aus­ser­dem kocht Deine Mama schlecht!« (… der Typ ist 71, also lebt Mama McCain wohl gar nicht mehr … de mor­tuis nihil nisi bene, und so …).

Grum­mel. Blö­der­weise hat er ja auch nicht gaaaaanz unrecht. Aber dann habe ich mir gesagt: hey, der ganze Kram kommt doch von denen, oder? Und so gaaaaaaanz schlecht schei­nen die das ja auch nicht gefun­den zu haben? Will sagen: blöde Wahl­kampf­these, nur die Leute mit gutem Geschmack anzu­spre­chen. Egal, in wel­chen Land. So wird das nix, Herr McCain! Ne, so nicht! Das kann man sich als FDP leis­ten, oder mei­net­we­gen als Die Grü­nen, aber doch nicht als ame­ri­ka­ni­scher Repu­bli­ka­ner? Was sol­len die Spon­so­ren sagen, die das ja alles bezahlen?

Wer jet­zed noch den Spot vom Herrn McCain sehen mag:

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Warum elek­tri­sie­ren einen man­chen Men­schen? Klar, ich muss wohl gar nicht sagen, wen ich meine. Jeden­falls tut er das wohl. Die Sprü­che? Wow, lest mal:

Für den Blog­ger im Iran. Für den Wäh­ler im Zim­babwe […] Gegen Fol­ter […] Für Rechts­staat­lich­keit […] Dies ist unser Augen­blick. Dies ist unsere Zeit […] Wir sind Erben eines Kamp­fes um Frei­heit […] Las­sen Sie uns die Welt neu gestalten

Ich meine: wohl bei jedem ande­ren klingt das alles ziem­lich … albern.

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Den Satz gibt es wohl in tau­send Vari­an­ten — er stimmt aber halt ein­fach:

»Nichts Kom­pli­zier­tes funk­tio­niert. Nur sim­ple Dinge funktionieren.«

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Ein über­sicht­li­cher Arti­kel zum Thema: Die wis­sen­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen im 21. Jahr­hun­dert. Das Thema werde ich mir am Wochen­ende noch­mal genauer anschauen, auf den ers­ten Blick fällt mir auf: von vier­zehn Schlag­wor­ten haben fünf etwas damit zu tun, alte Feh­ler zu kor­ri­gie­ren (Ter­ro­ris­mus, Sicher­heit im Inter­net, CO2 …). Ein pas­sen­des Zitat von Rob Soco­low dazu:

Wie gewich­tet man die Aus­rot­tung von Armut gegen­über der Auf­gabe, den Pla­ne­ten bewohn­bar zu erhal­ten oder gegen­über der Ver­mei­dung eines Atomkrieges?

Letzt­lich ein nor­ma­les Prio­ri­sie­rungs­pro­blem, das wir (ich zumin­dest) aus dem All­tag ken­nen: Bevor wir ein Bild malen kön­nen, müs­sen wir erst­mal das Ate­lier auf­räu­men. Oder: Erst die Arbeit, dann das Ver­gnü­gen. Irgend­wie scheint es, als wür­den wir Men­schen uns immer sel­ber im Wege ste­hen. Hm. Viel­leicht liegt der Trick darin, die Arbeit als Ver­gnü­gen zu betrachten?

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… kann ich mir nicht ver­knei­fen: erst nach neuen Geset­zen schreien und dann ein­ge­ste­hen müs­sen, dass Du die beste­hen­den nicht oder zu lasch umge­setzt hast und dass Du durch mas­sive Mit­tel­kür­zun­gen das aktu­elle Pro­bleme durch­aus mit ver­ur­sacht hast. Immer­hin über­rascht es mich, dass Du es dann zugibst. Brav. Nimm Dir ´nen Keks dafür.

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