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kulturkritik des abendlandes

Kategorie: Patente

… von NTT DoCoMo kann man zukünf­tig sei­nen MP3-Spieler mit Bli­cken steu­ern. Ver­ein­facht gesagt (und soweit ich es ver­stan­den habe): »Augen nach oben ver­dre­hen => nächs­ter Song« oder so. Wenn sich das durch­setzt, haben wir also bald nicht nur ver­meint­lich Selbst­ge­sprä­che füh­rende Tele­fo­nier­brüll­af­fen auf der Strasse und in den Öffis, son­dern auch Unterwegs-Musik-Konsumenten mit Augen­tou­rette. Und viele Epilepsie-Fehlalarme. Das Foto bei Eng­ad­get lässt jeden­falls dar­auf schlie­ßen. Wird immer eigen­ar­ti­ger, diese Welt, aber hey, ich werde ja auch älter …

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… noch kurz eine schöne Nach­richt: es geht das Gerücht, dass sich James Dyson ernst­haft mit der Ent­wick­lung eines Elek­tro­au­tos beschäf­tigt. Über­setzt heißt das soviel wie: es ist abseh­bar, dass Elek­tro­au­tos gebrauchs– und men­gen­taug­lich wer­den. Das hat uns Dyson schon bei elek­tri­schen Hand­trock­nern gezeigt — ungleich bana­ler, glei­ches Prinzip.

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… und dann muss man so etwas lesen. Schade. Bleibt die Hoff­nung, dass sich der Schwach­sinn im Par­la­ment nicht durch­setzt oder spä­tes­tens vom Ver­fas­sungs­ge­richt kas­siert wird. Ver­mut­lich sind sol­che Geschich­ten die Kehr­seite einer gro­ßen Koali­tion. Ich bekomme es auch nicht wirk­lich überein­an­der: einer­seits sol­len staat­li­che Stel­len die Daten nur bei Schwer­ver­bre­chern und unter rich­ter­li­cher Kon­trolle ver­wen­den kön­nen, die Musik­in­diss­trie darf es bei Klein­ver­bre­chern ohne Rich­ter? Wie logisch ist das denn?

Ach ja, und wenn mir wie­der »jemand« einen Ferner-Link als Kom­men­tar ´rein­spammt, werde ich echt sauer.

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… schon eine Art Fim­mel mit ihrem Magenta. Das haben in der Zwi­schen­zeit ja schon einige Fir­men erle­ben dür­fen. Das jüngste Opfer ist der Betrei­ber von Eng­ad­get — der Spin-Off namens »eng­ad­get mobile« ver­wen­det halt auch diese Farbe. Dort zeigt man sich indes recht unbe­ein­druckt. Die erste Reak­tion war gewohnt humo­rig, heute haben die Jungs noch Koh­len nach­ge­legt: der kom­plette Sei­ten­hin­ter­grund ist ein­ge­färbt. Hm. Ich habe da eine Idee, glaube ich …
Mehr bei Golem, heise und natür­lich bei Eng­ad­get sel­ber.

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Weil: sonst kau­fen die ja immer zu, was wirk­lich neu ist. Egal, das hier finde ich rich­tig inter­es­sant: Lucid­Touch ermög­licht die Bedie­nung eines Handheld-Computers mit den Fin­gern, ohne dass diese den Bild­schirm ver­de­cken. Klingt komisch, ist aber so. Was recht schwer zu erklä­ren ist, ist ein­fach, wenn man es mal gese­hen hat.

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… Betrei­ber eines Web­ser­vers. Offen­sicht­lich waren wie­der irgend­wel­che Patent-Beamten in den US von A ein bis­serl über­for­dert. A9 hat 2003 ein paar Patente ange­mel­det, die nichts ande­res sind, als die Beschrei­bung eini­ger Detail­funk­tio­nen eines nor­ma­len Web­ser­vers. So kann der Apa­che schon seit 1999 indi­vi­du­elle Feh­ler­sei­ten aus­lie­fern, wenn er eine Brow­ser­an­frage nicht ver­steht (»404 — diese Seite wurde nicht gefun­den«). Gemes­sen an den Kri­te­rien, die ein — ver­nünf­ti­ger — Rich­ter an die Pat­ent­wür­dig­keit anlegt, hät­ten diese Patente also nie erteilt wer­den dür­fen.
Jetzt wird es inter­es­sant: wer­den Bezos (ja, der Typ von Ama­zon) und seine Kum­pels das Patent wirt­schaft­lich ver­wer­ten, sprich jeden, der indi­vi­du­elle Feh­ler­sei­ten aus­lie­fert um Lizenz­ge­büh­ren bit­ten (sprich abmah­nen)? Wird ein Gericht die­ses Patent kassieren?

Mehr bei Golem

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Ein ame­ri­ka­ni­scher Rich­ter wird von Golem wie folgt zitiert:

Wenn es ein Gestal­tungs­be­dürf­nis gibt, oder eine Nach­frage im Markt nach der Lösung eines Pro­blems, und wenn es dazu eine begrenzte Anzahl vor­her­sag­ba­rer Lösungs­mög­lich­kei­ten gibt, dann hat ein gewöhn­li­cher Fach­mann auf dem Gebiet gute Gründe dafür, sich mit dem in greif­ba­rer Nähe befind­li­chen Mög­lich­kei­ten um eine Lösung zu bemü­hen. Führt das zum Erfolg, so ist die­ser sicher nicht der Inno­va­tion geschul­det son­dern den nor­ma­len Fähig­kei­ten und dem gesun­den Menschenverstand.

Das ist schon fast eine Perle. Hin­ter­grund ist eine Klage, die ein Unter­neh­men namens Minerva gegen fast alle Bran­chen­grö­ßen des Mobil­funk­mark­tes ange­strengt hat. Minerva hat es wohl hin­be­kom­men, u.a Patent­schutz für ein Mobil­te­le­fon, das »mit einer Kamera im Gehäuse, die mit dem Mikro­pro­zes­sor ver­bun­den ist und Bil­der auf­neh­men kann« zu bekom­men — und noch ein paar andere sol­cher Juwe­len der Geisteskraft.

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Das chi­ne­si­sche Unter­neh­men Zhon­gyi Elec­tro­nic hat Micro­soft ver­klagt, weil es ein Sys­tem zur Ein­gabe und Dar­stel­lung chi­ne­si­scher Schrift­zei­chen unter Win­dows unli­zen­siert ver­wen­det. Doch, das finde ich bemerkenswert.

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War­ner hat jetzt ver­kün­det, künf­tig die HD-DVD nicht mehr zu unter­stüt­zen. Das ist aus mei­ner Sicht recht bedau­er­lich. Nicht etwa, weil ich HD-DVD für das bes­sere For­mat hal­ten würde (dazu kenne ich mich nicht gut genug aus), aber der feh­lende Wett­be­werb wird die Blu-Ray-Fraktion jetzt die Hände rei­ben las­sen. Na, viel­leicht war es nicht zu früh: in den letz­ten Mona­ten sind die Preise für die Hard­ware — nicht zuletzt durch den For­mat­krieg — deut­lich gesun­ken: ein HD-DVD-Player ist jetzt für unter 200 $ zu bekom­men — vor einem Jahr lagen die Teile noch bei über 500 $. Aber die Preise für die Medien sind — gemes­sen an der DVD — doch noch recht hef­tig. Ande­rer­seits war­ten ver­mut­lich auch viele Ver­brau­cher mit der Anschaf­fung, bis sich eben eines der For­mate durch­ge­setzt hat. Imm­her­hin müs­sen einige der Film­stu­dios wohl noch ein paar Mil­lio­nen an Toshiba über­wei­sen — pacta sunt ser­vanda, und so.

Update 8.1.2008: Para­mount & Dream­works haben erklärt, die HD-DVD wei­ter zu unter­stüt­zen. Was nicht ausch­ließt, dass sie künf­tig auch Blu-Ray zusätz­lich anbieten.

Update 10.1.2008: Offen­sicht­lich wer­den auch bereits ange­kün­digte Titel für HD-DVD gestoppt. Was schon gemein ist.

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Ja, ich gebe es zu: ich habe mir vor gerau­mer Zeit einen Dyson-Staubsauger gekauft, weil er ein­fach geil aus­sieht. Das Ding wurde ganz klar für Män­ner gestal­tet, sieht es doch aus, wie ein recht gro­ßer Lego-Bionicle-Roboter. Was neben­bei ganz prak­tisch ist: er saugt auch noch bes­ser, als alles, was ich vor­her hatte — das sollte auch mal gesagt werden.

Das Ding auf dem Foto heißt »Dyson Airb­lade« und soll das glei­che tun wie ein Hän­de­trock­ner auf dem Knei­pen­klo — mit dem Unter­schied, dass es wirk­lich funktioniert.

Neben­bei: ich werde mir heute abend mal die Web­site von Lego näher anschauen (habe gerade nach­ge­schla­gen, wie sich die­ses Bio­ni­cle schreibt), ich glaube, da gibt es eini­ges zu entdecken …

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