Kategorie: Web-Tools
Man hat ja ein soziales Leben, und da tanzt man nicht nur auf einer Hochzeit. Bei mir sind diese Hochzeiten rechts aufgeführt, eine — recht neue für mich — ist Twitter. Ich habe mir schon oft gedacht, wie praktisch es doch wäre, meinen Followern automatisch einen dezenten Hinweis auf neue Blogposts zu geben. WordTwit tut genau das und ist dabei auch noch konfigurierbar. So kann mit Platzhaltern der Text des Twits bestimmt werden oder ein Präfix definiert werden (zum Beispiel »neuer Blogpost von Peterchen«).
Die Links zum Blogpost können per tinyurl oder bit.ly gekürzt werden, aber der eigentlich Clou ist: WordTwit bringt einen eigenen Short-URL-Service mit, was schon recht cool ist. Noch cooler wäre, wenn ich diesen auch »ausserhalb« von WordTwit nutzen könnte — aber das wäre eine Dreingabe zur Dreingabe und geht daher nicht in de Wertung ein ;)
Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)
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Der Name deutet es an: es handelt sich bei WP-Cumulus um eine Tag-Cloud. Allerdings werden Tags nicht nur statisch der Bedeutung nach sortiert darstellt, sondern auf einer gedachten Kugel anordnet, die dann wiederum per Maus »gedreht« werden kann. Das funktioniert erstaunlich intuitiv und wird per Flash bewerkstelligt. Man kann wählen, ob Tags oder Kategorien oder beides aufgelistet werden soll, ich habe mich nur für die Tags entschieden, da die Kategorien extra aufgeführt sind.
Das Plugin hat eine alternative Darstellung, die alle Tags nochmal in purem HTML darstellt. Das ist nicht nur für Besucher ohne Flash-Player sinnvoll, sondern auch für Suchmaschinen, die in der Regel eher selten die kodierten Flash-Parameter nach gültigen Links durchsuchen. Man erkauft sich also nicht das »Augenpulver« durch eine im Vergleich zu anderen Tag-Clouds schlechtere interne Verlinkung im Blog.
Peterchen-Rating: 5 von 5 (WOW!)
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Sehr gelungen. Es kümmert sich um diese ganzen hässlichen Typograhie-Sünden aus der Computersteinzeit. Zum Beispiel macht es aus einem Minus einen hübschen Gedankenstrich, wie sich das gehört. Drei Punkte werden durch einen Ellipse ersetzt, Klammer-auf-c-Klammer-zu wird zu einem ©. In der Standard-Auslieferung werden allerdings keine korrekten deutschen An– und Abführungszeichen gesetzt (ich vermute mal, dass ich das im Code selbst geregelt bekomme*).
Ein Riesen-Feature nutze ich (noch) nicht, nämlich die automatische Trennung. Diese funktioniert zwar hervorragend, allerdings trennt es alle Wörter im Titel, was suboptimal aussieht, da viele externe Sites und der RSS-Feed den Titel nun mal verwenden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das mit dem SEO-Plugin zu tun hat, denn dieses schreibt ganz schön viel im HTML-Header herum.
Einen Haken sehe ich aber doch: für Seiten mit vielen Besuchern dürfte dieses Plugin (wie viele andere auch) ein echter Performance-Bremser sein, da letztlich bei jedem Seitenaufruf deren kompletter Content durchgerödelt wird (wobei es da wohl mittlerweile auch was gibt, muss ich mir noch anschauen: WP-Super Cache).
Peterchen-Rating: 4 von 5 (tut, was es soll)
Einzubinden in WP über die Plugin-Verwaltung oder per Download bei: KINGdesk
Was noch zu sagen wäre: die Autoren stellen die Funktionen auch ohne WordPress zum Einbinden in eigene PHP-Projekte zur Verfügung.
*Update, 7.8.2009: geschafft, war nicht schwer. Ich muss halt jetzt bei den Updates daran denken …
*Update, 25.8.2009: Dass ich die Trennung nun nutze, seht Ihr ja. Mittlerweile kann man sich im Backend auch aussuchen, welche An– und Abführungszeichen man gerne hätte — großartig! Bin jetzt fast geneigt, mein Peterchen-Rating auf die Höchstnote zu schieben — aber dann gäbe es ja gar keinen Anreiz zur Verbesserung mehr :)
… mal schnell eben nach Hamburg zu ner Fete zu düsen, wird das wohl eher nix. Kann aber auch sein, dass beim Billigflieger-Portal ein Webservice durchgeknallt ist.

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Das ist eines der Programme, bei denen man staunt, was mit dem ganzen neumodischen Kram (Flash, Ajax, Flex … ) schon alles geht: Tatsächlich mittlerweile fast alles, was Desktop-Anwendungen können. Grundsätzlich ist es ein gelungener Photoshop-Klon, der für viele Alltagsaufgaben absolut ausreichend ist. Dabei ist alles da, wo man es vom Vorbild her kennt: Paletten, Werkzeuge in der Leiste … Fies wird es allerdings im Detail: herauszoomen bedarf eines »Shift«+»Klick«, wo PS statt dessen ein »Alt«+»Klick« hat. Lästig halt, wenn man es gewöhnt ist. Da ist die Ähnlichkeit zum Vorbild dann eher ein Fluch, denn wenn es völlig anders aussehen würde, würde man vielleicht nicht ganz so oft »aus Gewohnheit« das Verkehrte klicken.
Was man auch auf alle Fälle erwähnen sollte (mir war das nicht wirklich gleich klar): die zu bearbeitenden Bilder werden nicht hochgeladen — was aus zwei Gründen gut ist: es gibt keine Datenschutzprobleme und es dauert nicht ewiglich, bis das 5MB-Monster aus der Cam online geschoben ist.
Im Alltag
Ich habe in der Regel drei Aufgabenstellungen, für die ich eine Bildbearbeitung wie Photoshop benötige:
- Fotos optimieren
- Web-Grafiken erstellen
- Screenshots bearbeiten
Diese stehen daher bei mir natürlich im Vordergrund. Andere Anwendungsfälle wie Composings und Druckvorlagenerstellung kommen bei mir alle Jubeljahre mal vor, aber dass Pixrl dafür eher nicht geeignet ist, kann ich auch so sagen:
- kein CMYK-Modus
- keine Ebenenmasken
Fotos
Für die reine Bildbearbeitung einzelner Bilder genügt es mir in 90 % der Fälle, da die häufigsten Filter und Korrekturfunktionen (inklusive brauchbarer Tonwertkorrektur und Weißabgleich!) vorhanden sind. Was ich mir noch wünschen würde:
- Einstellmöglichkeit für den Grad der Schärfung
- Korrektur optischer Verzeichnungen von Objektiven, wie sie etwas Photoshop Elements bietet)
- Korrektur chromatischer Aberrationen. Ich selber habe zwar ganz passable Objektive, aber man arbeitet ja oft auch mit »fremden« Sachen oder mit Schnappschüssen der »Kleinen Schwarzen«.
Web-Grafiken
Hierfür ist Pixlr nur als Notlösung geeignet. Zwar sind viele Funktionen vorhanden (insbesondere Verläufe und Ebenen), aber zwei essenzielle Dinge fehlen:
- Es geht hier halt oft um einen einzigen Pixel. Ohne Lineale und Hilfslinien verschenkt man entweder beim ständigen Rein– und Rauszommen Zeit oder beim Raten und Schätzen Qualität. Gut: Hilfslinien könnte man sich auf eigene Ebenen hintricksen, aber die fehlenden Lineale machen es echt schwer.
- Ohne vernünftige Textwerkzeuge kann man keine schönen Buttons oder Logos bauen — wobei immerhin alle auf dem PC installierten Schriften zur Verfügung stehen, man ist also nicht auf einen reduzierten Satz angewiesen.
Screenshots
Dafür habe ich mittlerweile eine geniales Spezialwerkzeug namens Aviary entdeckt, das ich irgendwann später mal vorstelle.
Zum Geschäftsmodell
Im Moment bin ich nicht in der Lage, herauszufinden, womit der Hersteller Geld verdienen möchte. Es gibt eine abgespeckte Variante, die sich in CMSe integrieren lassen soll, also in der Art, wie es z.B. der TinyMCE oder der FCKEditor für Textbearbeitung tun. Aber auch die scheint nix zu kosten. Werbung kann ich — bis auf die des Hosters — auch keine entdecken. Hm.
Alternativen
- Aviary hat auch eine Bildbearbeitung in Angebot — kann vieles, was mir bei Pixlr fehlt (Texttool, Hilfslinien, Lineale …), ist aber gewöhnungsbedürftig in der Bedienung und setzt voraus, dass die Bilder hochgeladen werden.
- Sumopaint hat auch ein paar Features mehr (Textwerkzeug und einstellbare Schärfe), ist aber auch ein wenig weiter weg von Photoshop, was die Bedienung angeht. Bilder müssen nicht hochgeladen werden.
Fazit
Generell ist Pixlr eines der Webtools, die ich nicht nur mal angeklickt habe und »hübsch« fand, sondern die ich im »echten Leben« auch verwende.
Bitte YiGGen:
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In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter mit Online-Anwendungen, meist aus einem der folgenden Gründe:
- sie sind meist fokussiert auf einen bestimmten Zweck, daher einfach und unkompliziert bedienbar
- sie brauchen keine Installation und nur den Port 80 — ich kann sie also überall da ausführen, so ich einen Netzzugang und einen Browser habe, ohne Admin-Rechte und Firewall-Ausnahmen.
- sie ermöglichen mir Sachen, die mit Desktop-Tools nicht oder nur mit Verrenkungen möglich sind: Teamplay, Teamwork Teamspirit …
Meine Favoriten demnächst in loser Folge hier in diesem Theater. Bei der Gelegenheit: wer eine weiß, ich bin für Vorschläge dankbar.
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Es bricht zusammen! Google-Mail ist seit zwei Stunden nicht erreichbar! Gnarl! Dabei hatte ich doch erst letzte Woche dieses Offline-Feature installiert — aber damit geht es auch nicht! Mann, die machen das nur, um zu zeigen, wie abhängig wir schon von ihnen sind. Google ist der Kraken! Aber meistens halt auch gut …
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… aber immerhin gibt es mir noch zu denken, dass ich mich ziemlich darauf freue, den neuen Google-Browser auszuprobieren. Wenigstens ist es heute abend ausnahmsweise nicht die schnöde Arbeit, die mich von derlei Spielkram abhält, sondern ein Kino-Date mit der Fledermaus und Rainer. Witzigerweise hat sich Scott McCloud schon damit beschäftigt — gedungen von Google itself. Das kam zumindest für mich unerwartet, macht aber irgendwie Sinn … (via beetlebum, der übrigens heute eine »Wurzelrestresektion« hatte, und das gönne ich keinem — ich spreche auch aus Erfahrung …).
- Mehr zum Lesen hier bei Golem
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So, jetzt habe ich fast vier Tage am Stück in Typolight gewühlt — und bin echt begeistert! Am meisten fasziniert mich, wie konsistent das System ist. Obwohl — oder eher gerade weil — es technisch-unterkühlt daherkommt, ist es sehr leicht bedienbar. Wenn man die grundlegenden Konzepte erstmal verinnerlicht hat, geht die Arbeit am Content oder am Seitenlayout flüssig von der Hand, denn alles folgt der gleichen, konsistenten Bedienlogik.
Die Implementierung eigener Designs ist recht einfach, das vom System gerenderte HTML hat viele Klassen und IDs zum »Andocken« für CSS und ist ingesamt sehr sauber. Barrierefreie und Standard-konforme Seiten sind also kein großes Problem. Ein Beispiel: in einem Naviagtionsbaum sind über Klassen nicht nur die aktive Ebene, sondern auch der Pfad dahin »abgreifbar«. So ist die Formatierung eines hierarchischen Menüs nur mittels CSS kein Problem mehr, Herumpfuschen im PHP oder HTML also seltenst nötig. Und wenn man es trotzdem glaubt zu müssen, sieht Typolight dafür einen Mechanismus vor, mit dem einzelne Module quasi geklont werden können — diese Klone kann man dann bearbeiten, das Original bleibt unangetastet — und das Gesamtsystem bleibt einfach wartbar, denn bei Updates gehen die Anpassungen nicht verloren.
Was micht bei den meisten CMSen nervt, ist hier vorbildlich gelöst: die Trennung von Inhalten von der Navigation ist nicht nur möglich, sondern auch logisch und sauber.
Die Versionierung ist so simpel, dass man sich fragt, warum das nicht überall so ist.
Auch für den professionellen Einsatz bei größeren Projekten sind alle relevanten Funktionen an Bord:
- Workflow und sauberes Rechte-/Rollen-Management ermöglicht arbeitsteilige Redaktion
- Frontend-Benutzer mit Profilen ermöglichen eine einfache Community
- Viele verschiedene Inhaltstypen reduzieren den Zwang, zu tricksen oder mit HTML/Javascript zu basteln. Auch Flash, Bildergalerien etc. sind schon vorhanden.
- Ein brauchbares Newsletter-Modul mit Double-Opt-In ist auch schon eingebaut.
Jetzt sind wir bei den (kleinen) Nachteilen: es gibt so gut wie keine vorgefertigten Designs für Typolight (ich spreche hier nicht von Templates, denn das Wort bedeutet in TL etwas anderes). Ich vermute mal, die Community möchte die Firma des Entwicklers »schützen«, denn diese verdient wohl in erster Linie ihr Geld mit Support und Design-Programmierung. Auch die Zahl der Extensions ist noch überschaubar, wenngleich durchweg von hoher Qualität), soweit ich sie getestet habe.
Aber das muss kein Nachteil sein: die sauber dokumentierte API sollte es jedem halbwegs begabten PHP-Programmierer ermöglichen, eigene Erweiterungen zu schreiben. Außerdem sind viele Nettigkeiten bereits enthalten oder gar nicht erst nötig, weil das System von Haus aus bereits vieles kann, was beispielsweise bei Joomla erst nachgerüstet werden muss.
Übrigens kann man hinter fast jeden lobenden Satz in diesem Review den Nachsatz »im Gegensatz zu Joomla« schreiben. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Sicherheitslöcher man sich durch Joomla-Extensions an Bord holen kann, wo Joomla an sich schon recht … schlampig ist. Typolight ist nebenbei komplett in PHP5 geschrieben. Für mich persönlich nicht so gut, da ich mich der objektorienetierten Programmierung nie sonderlich genähert habe, aber für Stabilität, Sicherheit, Zukunftsfähigkeit und Performance sicherlich die richtige Sache. Die Template-Sprache wiederum ist sehr einfach gehalten, macht es ausserdem keinen allzugroßen Aufwand, generische Templates (z.B. von Open Source Web Design) zu implementieren. Was noch den Vorteil hat, dass man »seinen Code« kennt.
So, was fällt mir noch ein? Ach ja: rege Community mit gutem Umgangston, wenige Scriptkiddies, höfliche, professionelle Menschen. Ich hatte bis jetzt noch kein Problem, das dort nicht gelöst werden konnte.
Und ein paar Links natürlich:
- Typolight Website
- Ein paar Screenshots
- Forum
- Showcase mit bereits umgesetzten Projekten
- INET-Robots, Dienstleistungen rund um Typolight
- Leo Feyer, der Programmierer — merci, Leo!
Ah ja: mein Erstlingswerk habe ich jetzt erstmal lokal entwickelt, bei Gelegenheit stelle ich es mal online und teste dabei dann gleich den Backup-Mechanismus. Komisch, mir ist bei der Vorstellung überhaupt nicht bange :)
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