Zugegeben: Apple hat (meist) ein geiles Design. Die Reduktion auf die pure Funktion gelingt fast so gut wie bei Google und die Firma hat eine perfekte Vermarktung, perfektes Gespür für den richtigen Zeitpunkt, eine Innovation in den Massenmarkt zu werfen.
Aber:
- Apple steuert auf ein fieses Monopol zu. Verschmähte Google Voice-Apps: Anruf aus Cupertino sorgt für Gänsehaut
- Wo immer das Monopol bedroht ist, wehrt sich Apple mit allen fairen und unfairen Mitteln, mit Klauen, Zähnen und (Pseudo-)Patenten. Ohne fremde Patente zu respektieren, und wenn man ein fremdes Patent zur Kenntis nimmt, dann nur mit Klagen, bis dem Patent-Inhaber die Luft ausgeht.
- Apple zockt Musikkäufer ab. Mal ehrlich: das Zeug aus dem iTunes-Store ist doch heillos überteuert. Als eine CD zehn Euro gekostet hat, war da ja immerhin ein Stück Plastik mit Papier und noch mehr Plastik drumherum herzustellen und durch die Gegend zu schippern. Da sind 99 Cents für eine virtuelle Ware, die ich nicht mal uneingeschränkt benutzen darf, einfach eine Frechheit. Irgendwo im Netz habe ich mal eine kreative, wenngleich etwas anarchische Methode der Gegenwehr gelesen: die Musik irgendwo piratenmäßig herunterladen und der Band anonym Briefmarken im Gegenwert von zwei Euro schicken — da haben alle was davon.
- Um noch ein paar Buzzwords zu strapazieren: Apple ist verdammt Closed-Source, Old-School und nutzt Web 2.0 nur dafür, noch mehr Kohle zu verdienen. Gegen letzteres ist eigentlich nichts einzuwenden, aber wie bei Ackermanns 25 % Umsatzrendite habe ich halt bei Apple immer das Gefühl, dass es unanständig viel ist, weil am anderen Ende der virtuellen Ladentheke Leute abgezockt werden. Immerhin so elegant, dass es die wenigsten davon merken — was auch eine Leistung ist.
- Ist noch gar nicht so lange her, da hat es der vermeintliche Liebling der Alternativen mit dem Thema Ökologie und Nachhaltigkeit nicht so genau genommen, zumindest, soweit es Greenpeace betraf. Mittlerweile haben die wohl aufgeholt, aber ich bin davon überzeugt, dass dies nur aufgrund von Marktstudien geschehen ist, die einen Umsatzeinbruch bei der Kernzielgruppen prognostiziert haben, wenn man nicht »grüner« wird.
Noch ein paar Links:
- Patent-, Copyright– und Monopolklagen — Apple kriegt Ärger
- Spasseshalber mal www.apple-hasser.de eingeben — hat Apple kassiert — wobei ich das jetzt aber verstehe, das ist eine klare Merkenrechtsverletzung.
- Ähnlich gelagert, aber erfolgreicher: crApple.de. Hier gefällt mir zum Beispiel der hier recht gut.
- Und noch der Apple-Hass-Thread im Hacker-Forum
Altes hier im Blog zu Apple:
4 Kommentare
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WiseStatements:
Für die Google-Voice Verbannung nannte Apple Gründe, die die den Datenschutz betreffen…
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admin:
Mag sein, dass das sogar stimmt. Ich als Privatperson gönne mir jedoch den Luxus des Bauchgefühls, das mir Google trotzdem tausendmal sympathischer ist. Heißt nicht, dass ich Google unbeschränkt vertraue: Google Analytics ist nicht ohne Grund bei mir ›rausgeflogen …
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A.Bundy:
Weil hier das »Bauchgefühl« darüber entscheidet, was »Privatperson« so in die Tastatur kloppt, muss Mensch sich nicht über derart dümmliche »Artikel« wundern.
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admin:
Mein lieber Herr Bundy,
ich bin ja nicht ganz sicher, ob ich Ihren Satz korrekt interpretiere, denn ein bisserl verworren ist er ja schon. Passiert mir ja ja auch das eine oder andere mal. Aber ich meine zu verstehen, dass Sie mir mitteilen möchten, Sie hätten die Lektüre meines Artikels als Zeitverschwendung empfunden. Liege ich da grob richtig?
Wenn dies der Fall ist, entschuldige ich mich natürlich bei Ihnen in aller Form für den subtilen Psychotrick, der sie dazu gezwungen hat, ihn zu lesen. Dieser Trick ist in der Tat so subtil, dass ich selbst nicht weiß, wie er funktioniert. Schade. Damit könnte man haufenweise Geld verdienen. Soviel wie Apple. Harhar!
Komm schon Al, sei halt ned so grantig in aller Früh!















