turbobrain

kulturkritik des abendlandes

Über die Albern­heit, mich über­haupt mit zwei Web-Auftritten aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen, habe ich ja bei der CDU schon geschrie­ben. Wenn ich mir das Geplän­kel zwi­schen Angie und Horst der letz­ten Tage so durch den Kopf gehen lasse, bin ich gerne bereit zuzu­ge­ben, dass die Tei­lung auch psy­cho­lo­gi­sche Vor­teile haben könnte, so in der Art »guter Cop — böser Cop« … aber das ist ja nicht das Thema hier. Für Neu­linge: das geht hier recht zwang­los ab, es geht ein­zig allein um meine Mei­nung — und die ver­stösst gerne mal gegen Lehr-Meinungen.

Aaalso: der erste Eindruck

Startseite der CSU mit Abbildung von Horst SeehoferAuf­ge­räumt. Sau­ber. Ordent­lich. Zuviel Horst am Anfang. Ansons­ten kom­men Men­schen nur als Staf­fage vor, ein­mal als »halt-notgedrungen-auch-da-Gewusel« im Bun­des­tag und ein­mal als glück­li­che Stock-Image-Familie (wobei er schon ein arg zer­knit­ter­tes Hemd hat, viel­leicht doch kein Stock-Image …). Obwohl der pro­mi­nente Bereich in der Mitte mit Flash gemacht wurde, ist er sta­tisch, bleibt ein­fach bei Horst ste­hen. Dass man dies auch dezent-dynamisch hin­be­kommt, haben die poli­ti­schen Geg­ner und Freunde bewiesen.

Unser!

csu2Gut gefällt mir auf den ers­ten Blick die linke Navi­ga­tion, da sie text­lich ein wenig vom Ein­heits­brei abweicht. Beim zwei­ten Durch­lauf bleibt hän­gen »Unser … Unser …Unser« — das ist wie »Meins-Meins-Meins« bei die­sen Zeichentrick-Möwen. Ich würde das noch­mal über­den­ken … klar, Selbst­be­wusst­sein, und so. Aber man kann es auch übertreiben.

Social-Media-Kram

Mein Blick schweift nach unten: löb­lich der ganze Social-Media-Kram, genauso ange­ord­net wie bei der SPD in dezen­tem Grau-auf-Grau.Ein kur­zer Blick in den Twitter-Stream: 392 Tweeds, was ordent­lich ist (wenn man es noch nicht so lange macht, jeden­falls …), 529 Fol­lo­wer, was für eine Par­tei zur Bun­des­tags­wahl, nun ja, nicht sooo beson­ders ist, und 21 »Ver­folgte«, was auch bei viel gutem Wil­len unter­ir­disch ist. Die CSU wäre gut bera­ten gewe­sen, es lie­ber gleich blei­ben zu las­sen, das mit die­sem Twitter-Kram.

Die RSS-Funktion ist durch­wach­sen — auf vie­len Sei­ten ist zwar ein CMS-generierter But­ton vor­han­den, meist ist aber der Feed dann leer. Was fehlt, ist eine redak­tio­nelle Über­sicht über die ange­bo­te­nen Feeds.

Kruschtel-Gemecker

Vor Angli­zis­men hat man hier weni­ger Angst, die Site­map, das Medi­en­cen­ter, CSUnity .. flutscht alles ganz leicht von der Feder.

csu3Oben sind zwei But­tons, die irgend­et­was mit Bar­rie­re­frei­heit zu tun haben könn­ten. Der eine stellt tat­säch­lich den ziem­lich dun­kel­grauen Text auf schwarz, der andere soll wohl die Schrift­größe ändern, was er bei mir aber nicht tut. Wie gesagt, das hier ist kein fai­rer Test, des­we­gen werde ich jetzt nicht kucken, ob es bei irgend­ei­nem ande­ren Brow­ser geht.

csu.de — ist der Link auf die Start­seite.  Sollte man auch hin­schrei­ben, mit die­sem neu­mo­di­schen title-Attribut, denn es könnte ja auch der Konservativ-Auftritt dahin­ter­ste­cken, wie bei CDU und SPD

Man kann sich anmel­den  — wozu? Keine Ahnung. Viel­leicht zu dem CSUnity-Zeug, was immer das auch sein mag. Mal mit der Maus drü­ber — ach, die Kol­le­gen Web­de­si­gner wis­sen ja, wie man ein title-Attribut befüllt?! Warum tun sie es dann nicht über­all? Ein Online-Stammtisch der CSU — huiuiui! Wenn das nicht Syn­these aus klas­sich und modern ist — Lap­top und Leder­ho­sen im Web-2.0-Zeitalter!

Tag-Cloud auf CSU-WebsiteAuf den Unter­sei­ten eine eigen­ar­tige Navi­ga­tion und Schlag­wör­ter in Gestalt einer Tag-Cloud. Die sich nur auf die jewei­lige Seite bezie­hen. Ich bin mir sel­ber noch nicht ganz schlüs­sig, ob das eine genial gute oder eine sau­dumme Idee ist, ten­diere aber zu letz­te­rem. Wobei: wenn die Tags kon­se­quent ver­ge­ben wer­den wür­den (was sie nicht wer­den), könnte das Ding als Hilfe für Quer­le­ser die­nen … ne, ich ent­scheide mich für saudumm.

Immer­hin deu­tet der Abbin­der dar­auf hin, dass Mit­glie­der der CSUinity Arti­kel kom­men­tie­ren kön­nen, wenn­gleich nicht alle. Beim Durch­kli­cken habe ich auch keine Seite gefun­den, bei der ein Kom­men­tar gewe­sen wäre, viel­leicht sehen die auch nur Stammtisch-Mitglieder.

Das gefürch­tete Peterchen-Ranking

Vor der Wer­tung noch kurz der Hin­weis (bei kei­nem Web-Check nöti­ger als hier): ein posi­ti­ves Urteil nicht bedeu­tet, dass ich die Par­tei wähle …

Jeden­falls: fängt stark an (ers­ter Ein­druck) und ver­saut es in den Details. Ich kann es mir nicht ver­knei­fen: wie der Auf­tritt auf der poli­ti­schen Bühne.

peterchen-rating_3-von5

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