Aus meiner überaus subjektiven Sicht heraus empfehle ich:
FDP — denn die haben das »rundeste« freiheitliche Programm. Hier gewährleistet meine Zweitstimme, dass die Internet-Ausdrucker nicht die Oberhand bekommen. Meine bittere Pille ist hier die Position zur Atomkraft, denn die ist einfach »gestern« (und am Ende des Tages auch ökonomisch nicht sinnvoll).
Piraten — jetzt ist die FDP ist zwar nicht so neoliberal böse und sozialfeindlich, wie sie gerne hingestellt wird, aber ich kann ein gewisses Unbehagen ihr gegenüber nachvollziehen, gerade, wenn man eben erst dem idealisierten Jugend-Kommunismus entwachsen ist (Ihr wisst schon, wer mit 16 kein Kommunist ist, hat kein Herz und so …). Also: bevor man nix wählt: Piraten sind völlig ok.
Keine Empfehlung bekommen:
Grüne — ich bin mir gar nicht so sicher, wodurch und wann die Grünen meine Gunst verloren haben. Irgendwie sind die in meiner Wahrnehmung fast schon positionslos, so als würden sie es sich mit niemandem verscherzen wollen. Auch wenn das Programm noch passt: meine Stimme würde rot-rot-grün wahrscheinlich machen.
SPD und CDU — mir hat der Steinbrück sehr gut gefallen, auch die Ulla Schmidt und der von Guttenberg. Weniger der Schäuble (der langsam völlig abdreht mit seinem Kontrollwahn) und die Zypries (die den Schäuble völlig abdrehen hat lassen in seinem Kontrollwahn). Aber das war es dann schon auch. In Summe nichts, was der Wiederwahl wert wäre. Steinmeier oder Merkel — wo ist der Unterschied?
Die Linke — dazu lasse ich mich nicht aus. Nur soviel: eine Regierungsbeteiligung dieser Partei wäre eine Katastrophe.
Gut, als Protest könnte man noch die Bayernpartei wählen, die haben immerhin für einen Lacher gesorgt: »Kriminalität verbieten«. Das war natürlich ironisch gemeint (sagt die Partei) und hat mich dazu bewogen, mal das Programm zu checken: auf dem Papier sehr schön, bis auf die Autonomie für Bayern und Franken. Und eine erstaunlich gut gemachte Website.
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